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Der 13. September war ein grosser Feiertag für die Gemeinde des Kirchensitzes in München und auch für andere. Gläubige und Priester, manche aus der Nähe, andere von weit her angereist (>600 km), haben trotz der erschwerten Pandemie-Gegebenheiten und unter Einhaltung der Schutz-Massnahmen, an der Einsegnung teilgenommen. Die Glocken werden bald in Aubing erklingen, einem Viertel im Nord-Westen der bayrischen Hauptstadt. Dies Ereignis hat zusammen mit dem vorgezogenen herbstlichen Patrozinium des neuen Sitzes ,,Die Erhöhung des Heiligen Kreuzes’’ stattgefunden.

Das Fest hat frühmorgens angefangen, als Hochwürden Erzbischof Vater Serafim von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, zusammen mit dem Ehrwürdigen Weihbischof Vater Sofian von Kronstadt, von Gläubigen und Priestern in der katholischen Kirche ,,Heiliger Johannes der Täufer’’ empfangen wurden, in welcher momentan unsere sonntäglichen Liturgien zelebriert werden können. An der liturgischen Feier haben Vater Professor Daniel Benga, Vater Constantin Bartok aus Traunreut, Vater Iulian Dulgheru, Priestermönch Athanasie Ulea und die Diakone Dumitru Dura und George Saner teilgenommen.

In der Predigt hat Vater Erzbischof anerkennend über die Praktizierung des Herzensgebetes im Rahmen der Kirchensitz-Gottesdienste gesprochen. Dieses wurde nach dem Vorbild des Heiligen Sofronie Saharov von Essex übernommen, des geistigen Schülers vom Heiligen Siluan des Athoniten, welcher auch der Beschützer unserer Kapelle ist. Überhaupt stellt das ganze liturgische Leben des Kirchensitzes die Schönheit des gelebten Gebetes in unseren Klöstern dar, der Geist des mönchischen Lebens inspiriert die Gläubigen. Er hat auch darüber gesprochen, dass das Kreuz die Liebe ausdrückt, am Beispiel der ,,Heiligen’’ Maria Skobțova, indem diese für eine Mutter von vier Kindern eingesprungen ist, welche in ein Lager deportiert werden sollte.

Im Anschluss auf die Liturgie sind die meisten Gläubigen zum neuen Kirchenzentrum mitgekommen. Hier stießen noch Erzpriester Vater Alexandru Nan, Dekan von Bayern mit Diakon Marius Ciorbea und Vater Ioan Scripciuc aus Landsberg dazu. Im Rahmen des Weih-Gottesdienstes wurden sowohl die beiden großen Glocken gesegnet, welche größtenteils von den Gemeindemitgliedern gespendet wurden und die zu den Gebetszeiten einladen werden, als auch 13 kleinere Glocken, gespendet von Herrn Daniel Pițurlea, Direktor der Firma Concelex, welche unsere Bauarbeiten ausführt.

In seiner Predigt hat Bischof Sofian daran erinnert, dass an diesem Tag ursprünglich die Einsegnung des Altars im ,,Kreuzsaal’’ im Untergeschoß der Kirche stattfinden sollte. Aber aus Gründen der Pandemie wurde beschlossen, diese zu verschieben, bis die Zeiten es erlauben werden. Was die 15 Glocken betrifft, von denen jede einen speziellen Ton hat, sind sie dazu gedacht, das posthume Werk ,,Carillon’’ (Glockenspiel) des großen Komponisten George Enescu zu spielen. Täglich werden zu speziellen Zeiten bestimmte Melodien gespielt, und zu den großen Feiertagen die passenden Kirchenlieder, wie ,,Christus ist auferstanden’’, rumänische oder deutsche Weihnachtslieder, die Staatshymnen der beiden Länder, usw. Auf diese Art werden die Glocken nicht zum Ärgernis der Nachbarn, sondern zu einem Anziehungspunkt. Das Kirchenzentrum wird in Zukunft offiziell als Sehenswürdigkeit für Touristen aufgenommen.

Seine Ehrwürdigkeit hat sich bei allen bedankt, welche zu Gottes Ehre diese Arbeiten unterstützen, wobei es noch vieler Mühen bedarf, um dies Projekt zu vollenden. Abschließend hat Vater Professor Daniel Benga kurz einige Ideen zur Geschichte der Glocken aus einem seiner Bücher vorgestellt. Die Glocken freuen sich mit den Fröhlichen, weinen mit den Traurigen und vertreiben Gewitter und böse Geister. 

Der Tag war voller Erfüllung und Freude für alle Teilnehmer und die ganze rumänisch orthodoxe Gemeinde. Obwohl noch nicht fertig, nähert sich das Kirchenzentrum seiner Vollendung, um den Rumänen aus Deutschland ein ,,Heim’’ zu werden, in welchem sie sich voller Freude im Geiste der Gemeinsamkeit und des Gebets wiederfinden können.

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